NOSHAN Projektmeeting

[FOODTECH EZ • 01.07.2015]

Der Fokus von NOSHAN  liegt auf der Untersuchung von Prozessen und Technologien, die benötigt werden, um Reststoffe aus der Nahrungsgüterproduktion für die Fütterung zu nutzen, wobei der Aspekt der niedrigen Kosten und niedrigen Energieverbräcuche berücksichtigt werden soll. Nährwert und Funktionalität gemäß der Tierbedürfnisse sowie Sicherheit und Qualitätsproblemen werden ebenfalls in diesem Projekt untersucht und als Hauptfaktoren für die Futterproduktion auf Basis der Verwendung von Reststoffen aus Früchten, Gemüse, Pflanzen und Milchprodukte gesehen.

Lebensmittel-Reststoffe werden hinsichtlich ihres Nährwertes charakterisiert und passende Technologien für deren Stabilisierung ermittelt Ziel ist es, diese Reststoffe in wertvolle Rohstoffe für Tierfutter umzuwandeln. Ein weiterer Untersuchungsteil ist es, Reststoffe hinsichtlich spezifischer Bestandteile zu untersuchen, die dann als Futteradditive genutzt werden könnten, um eventuell Futtermittelkosten zu senken.

Zwei verschiedene Zielstellungen werden mit entsprechenden Aktivitäten im Projekt verfolgt: 

  • Der Ersatz eines großen Anteils von Futtermitteln durch Einsatz
    von Reststoffen aus der Nahrungsgüterproduktion
    (bis zu 90-95 %) um den riesigen Betrag der Nahrungsmittelverschwendung in Europa wesentlich zu minimieren. 
  • Evaluierung von speziellen Reststoffbestandteilen, um diese dann als effektive spezielle Wirkstoffe in Futtermitteln einsetzen zu können.  

Das EU- Projekt NOSHAN hat im August 2012 begonnen und wird unter dem Thema »Knowledge Based Bio-Economy (KBBE)«, Teil des 7. Rahmenprogramms mit insgesamt 3 Millionen Euro finanziert.

NOSHAN vereinigt 12 Partner aus verschiedenen europäischen Ländern (Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Spanien und die Türkei), die Industrieführer, Kleinunternehmen, technologische Forschungszentren und Universitäten repräsentieren.

Das »30-Monat-Partner-Meeting« von NOSHAN wird am 6-8 Juli in Merebelke, Belgien durchgeführt.

Die IGV GmbH wird Ergebnisse des Arbeitspaketes 6 des Projektes präsentieren: das Scale up der ermittelten Technologien für die Stabilisierung und Konditionierung der bioactiven Lebensmittelreststoffe. Dabei findet ebenfalls die Bewertung dieser Technologien hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit statt. Die Qualitätsbewertung der Endprodukte ist Bestandteil der Gesamtbewertung der ermittelten Technologien.

Die Forschung, die zu diesen Ergebnissen führt, erhält eine Finanzierung aus dem Siebenten Rahmenprogramm der Europäischen Union (FP7/2007-2013) mit der Fördernummer nº 312140.