Tropanalkaloide

[TESTLAB • 13.07.2016]

Tropanalkaloide sind sekundäre Stoffwechselprodukte und werden von verschiedensten Pflanzen gebildet. Sie kommen natürlicherweise in verschiedenen Pflanzenfamilien vor, wie z. B. Stechapfel, Tollkirsche und Bilsenkraut.

Das Risiko einer Kontamination von Lebensmitteln mit Tropanalkaloiden ist gegeben, wenn tropanalkaloidhaltige Pflanzen in der Nähe von Kulturpflanzen wachsen und sich die Samen ähneln wie im Fall von Stechapfel (Datura stramonium) und Buchweizen oder Hirse.

Die EU-Kommission hat im Juni 2015 eine Empfehlung (2015/976) zum Monitoring von Tropanalkaloiden in Getreide- und Getreideprodukten, glutenfreien Produkten, Nahrungsergänzungsmitteln, Kräutertees, Hülsengemüse und-früchten, Ölsaaten und deren Erzeugnissen veröffentlicht.

Im März 2016 traten mit Verordnung (EU) 2016/239 zur Änderung der Verordnung (EG) 1881/2006 Höchstgehalte von je 1,0 μg/kg für die beiden Tropanalkaloide Atropin und Scopolamin für Getreidebeikost und andere Beikost für Säuglinge und Kleinkinder, die Hirse, Sorghum, Buchweizen oder daraus gewonnene Erzeugnisse enthält, in Kraft. 

IGV TESTLAB bietet den Nachweis der Tropanalkaloide Atropin und Scopolamin mittels LC-MS/MS in getreidebasierten Matrizes an. Mit dem validierten und akkreditierten Verfahren ist es möglich Bestimmungsgrenzen zu erreichen, die laut der Empfehlung 2015/976 vorgegeben sind. Somit erhalten Lebensmittelproduzenten die Sicherheit, dass die geforderten Höchstgehalte in ihren Produkten nicht überschritten werden.

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Frau Dipl. LMChem. Phillis Wieland
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